Der Yoga-Stil Ashtanga

Alles über den Yoga-Stil Ashtanga

Das Ashtanga Vinyasa Yoga basiert auf dem Yoga-System des Hatha. Der besondere Stil des Ashtanga beruft sich auf das Erbe des indischen Yoga-Lehrers Tirumalai Krishnamacharya. Er ist der Vater des modernen Yoga. Das Ashtanga Yoga umfasst in erster Linie Pranayama (Kontrolle des Atems) und Asana (Haltung des Körpers). Für jeden Yoga-Interessierten gilt es zwischen den verschiedenen Übungsformen zu unterscheiden. Die gängigsten Stile stellen das Vinyasa- und das Hatha-Yoga dar. Eine alternative Trainingsmethode drückt sich im Ashtanga aus. Der konventionelle Yoga-Stil zählt zu den härtesten Erscheinungsformen seiner Gattung. Das Ashtanga Yoga zählt für viele Yogi zu den größtmöglichen Herausforderungen. Die schlauchende Übungseinheit hat sechs kräftezehrende Serien zum Inhalt.

Die Wiege des Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga kommt ursprünglich aus der indischen Stadt „Mysore“. Ein ortsansässiger Maharaja galt als leidenschaftlicher Anhänger des Yoga. Zusammen mit dem Lehrer Tirumalai Krishnamacharya hob er in seinem Palast eine Yogashala aus der Taufe. In der Schule gingen die königliche Familie mit ihren Jungen den Yoga-Einheiten nach. Der Unterricht langweilte die lebhaften Kinder schnell. So entwickelte Tirumalai Krishnamacharya die schweißtreibende Form des Ashtanga Yoga. Zu den Musterknaben von Lehrer Krishnamacharya zählte Pattabhi Jois. Er entschloss sich Yoga zu unterrichten. Andre Van Lysebeth war sein gelehriger Schüler. Der Belgier hielt die erlernten Übungen in einem Buch fest. Durch die Niederschrift machte sich Pattabhi Jois in der Yoga-Welt einen Namen. Er reiste rund um den Globus und lehrte die Menschen in Ashtanga Yoga.

Der Ablauf des Ashtanga Yoga

Ashtanga ist eine klassische Form des Yogas. Sie steht im Ruf, die anstrengendste und intensivste Übungsmethode zu sein. Der traditionelle Stil beruht auf dem physisch orientierten Hatha-Yoga. Das Ashtanga Yoga hebt sich deutlich von beliebten Praktiken wie Hatha oder Vinyasa ab. Ein maßgeblicher Unterschied besteht in der Gestaltung der Einheiten. Die Trainingsstunden sind nach dem Prinzip des „Mysore“ gestaltet. Jeder Yogi trainiert in seinem selbstgewählten Tempo eine feststehende Aufeinanderfolge von Stellungen. Die sogenannten Asanas sind in der Regel bewegungslose Haltungen des Körpers. Anders als bei den Übungsstunden des Hatha oder Vinyasa, gibt es keinen herkömmlichen Dozenten. Der Lehrer beteiligt sich nicht an den Abläufen. Während des Unterrichts bewegt sich der Leiter durch die Gruppe. Er geht auf jeden Schüler individuell ein. Seine Aufgabe besteht darin, eventuelle Fehler zu berichtigen und die Teilnehmer anzuspornen.

Die Eigenart des Ashtanga Yoga

Das Ashtanga Yoga unterscheidet sich klar erkennbar von anderen klassischen Methoden. Die Besonderheit der Einheiten liegt vor allem in der Gestaltung des Unterrichts. Jeder Schüler führt die Trainingseinheiten selbstständig durch. Der Ablauf der Übungen ist exakt geregelt. Alle Stellungen sind fünf Atemzüge lang zu halten. Die Unterrichtsstunde des Ashtanga Yoga beginnt mit fünf Runden des Sonnengrußes. Im Gesamten umfasst das Ashtanga sechs Aufeinanderfolgen. Der zweite und der dritte Abschnitt gelten als die am anstrengendsten. Ein Yogaschüler übt die beiden Teilbereiche selten und punktuell. Die nachfolgenden Serien vier bis sechs bringen wenig Überraschendes mit sich. Eine strikte Abfolge des Ashtanga Yoga sorgt für eine innere Erwärmung. Als Folge zerbröckeln die energetischen Barrieren und der Körper befreit sich vom Gift. Um das erzeugte Feuer nicht zu ersticken, darf der Yogi keine Flüssigkeit zu sich nehmen. Das Ashtanga Yoga verursacht einen positiven Effekt für Körper, Verstand und Durchblutung. Die Einheiten sind schnell und körperlich anspruchsvoll. Jeder Teilnehmer führt die Übungen eigenständig durch. Der strikte Unterricht läuft ohne die Anweisungen eines Lehrers ab. Die spezielle Form des Yoga ist ideal um sich physisch zu verausgaben. Eine weitere Besonderheit liegt in der häufigen Wiederkehr der einzelnen Übungen. Durch das Ashtanga Yoga entzündet sich ein starkes Feuer und es entsteht eine innere Hitze. Nach der kraftraubenden Yogastunde sind die giftigen Stoffe aus dem Körper geschwitzt.